| Kenndaten | Leistungen | Zum Flugzeugtyp allgemein | Technische Beschreibung |
| Hersteller: | Rolladen Schneider Flugzeugbau GmbH |
| Baumuster: | LS4a, Werknummer 4154 |
| Baujahr: | 1983 |
| Erstflug: | des Prototyps LS4: 28.3.1980 |
| Bauart: | einsitziges Hochleistungssegelflugzeug in Kunststoffbauweise |
| Abmessungen: | Spannweite
15.0 m Flügelfläche 10.50 m2 Länge 6.84 m Höhe 0.83 m |
| Gewichte: | Rüstgewicht:
235 kg. Max. Abfluggewicht: 475 kg. |
| Triebwerk: | keines |
| Propeller: |
| Beste Gleitzahl | 40.5 |
| Geringstes Sinken | 0.60 m/sek |
| Höchstgeschwindigkeit: | 280 km/h |
| Minimalgeschwindigkeit: | 68 km/h |
| Minimalgeschwindigkeit: | 68 km/h |
| Wasserballast | 160 Liter |
| Flächenbelastung | 31 - 45 kg/m2 |
| Flügelprofil | Wortmann modifiziert |
| Flügelstreckung | 21.4 |
| Reichweite: | 580 km |
| Startstrecke über 15m: | 335 m |
| Landestrecke aus 15 m: | 320 m |
Zum Flugzeugtyp allgemein: (zum Anfang)
Nach über 860 von Walter Schneider und Wolf Lemke gebauten LS1, LS2 und LS3 wurden bei der LS4 alle Erfahrungen der Vorgänger bei der Konstruktion berücksichtigt. Konstruiert wurde die LS 4 von Wolf Lemke und Hans-Jörg Streifeneder. Ziel war es die Gleitleistungen der LS1 im Bereich zwischen 90 und 150 km/h wesentlich zu verbessern ohne dabei die Kreisflugeigenschaften zu verschlechtern. Das dieses Ziel erreicht wurde, dürfte durch die Anzahl hergestellter LS4 mehr als erwiesen sein. Nimmt man alle LS4 Typen zusammen, so ist sie das dritt meiste produzierte Segelflugzeug weltweit. Nur vom Grunau Baby und vom Blanik wurdem mehr Maschinen produziert und verkauft. Insgesamt verliessen bis zum Ende der Produktion 2003 1048 LS4 die Werkhallen.
Gemeinsam ist ihnen der charakteristische Doppeltrapezflügel mit Wortmannprofil und geknickter Vorder- und Hinterkante und der elegante Rumpf, dem man die perfekte Aerodynamik ansieht.
Dieses Standardklassenflugzeug siegte auf Anhieb bei der ersten Weltmeisterschaft nach Produktionsanlauf 1981. 1982 gewann sie die Europameisterschaft und bei der WM 1983 belegten Piloten auf LS4 die ersten sechs Plätze. Auch bei den deutschen Meisterschaften der Damen und Herren war dieser Flieger in den folgenden Jahren immer ganz vorne dabei.
Die von der S4 gebauten a- und b-Varianten unterscheiden sich deutlich in Gewichten und Geschwindigkeiten, da das Höchstgewicht mit Einführung der LS4-a von 472 auf 525 kg angehoben wurde, um 170 statt 140 kg Wasserballast mitführen zu können und sich damit die maximale Flächenbelastung von 45 auf 50 kg/m² erhöhte. Auch die Schleppgeschwindigkeiten erhöhten sich um 10 km/h und die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 280 km/h.
Mit der Version LS4-b wurden noch einmal einige Änderungen eingeführt. Dazu zählt ein neuer Notabwurfmechanismus für die Haube, ein Hecktank, der mit der Haube hochklappende Instrumententräger, ein geänderter Fahrwerkshebel und automatische Ruderanschlüsse.
F-Schlepp ist sowohl an der Bugkupplung als auch an der am Fahrwerk angebrachten Schwerpunktkupplung möglich. Mit Wasserballast sind mindestens 120 km/h Schleppgeschwindigkeit gefordert.
Seit Anfang 2004 gibt es auch von der AKAFLIEG Köln entwickelte abnehmbare Winglets für die LS4/a/b.
Quellenverweise: DG-Flugzeugbau, Veterano
Technische Beschreibung (zum Anfang)
Die vollständig aus GFK hergestellte LS4 ist ein Mitteldecker mit gedämpftem T-Leitwerk, Luftbremsen auf der Flügeloberseite und Einziehfahrwerk. Wassersäcke in den Tragflächen ermöglichen die Mitnahme von Ballast. Die nach vorne öffnende Klapphaube erlaubt einen bequemen Einstieg. Allerdings wurde der mit der Haube hochklappende Instrumenten-Pilz erst mit der b-Variante realisiert. Auch die automatischen Ruderanschlüsse wurden erst bei der b-Version eingeführt. Der Flügelgrundriss entspricht einem Doppeltrapez mit geknickter Vorder- und Hinterkante. Das Profil stammt aus der Wortmann-Familie
Lebenslauf der HB-1671: (zum Anfang)
Die LS 4 wurde 1983 durch die Fluggruppe Veterano neu gekauft und gehört bis heute zur Veterano-Flotte..